Signierstunde von 

Cor de Rosas Tochter in Sinzig

Geboren wurde ich am 02.10.1984 in Bonn. Ich bin die Tochter eines belgischen Malers und Sammlers für antiquarische Bücher - so etwas prägt. Bücher hatten bei uns immer einen besonderen Stellenwert. Schon als Kind habe ich das Lesen gebraucht wie andere die Luft zum Atmen, und ich habe früh begonnen, meine eigenen Geschichten zu erzählen. Einige fanden das faszinierend, andere nannten mich stirnrunzelnd speziell. Mit neun Jahren habe ich mich vor meinen Eltern aufgebaut, die Hände in die Hüften gestemmt, und meinen Entschluss verkündet, Schriftstellerin zu werden. Ich wurde natürlich belächelt, selbst als ich einige Jahre später immer noch daran festhielt. Nach dem Schulabschluss hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte. Es musste etwas Vernünftiges sein, ein sicherer Job. Schließlich wurde ich Krankenschwester. Nicht, weil ich mich dazu berufen fühlte, nein (das muss ich ehrlicherweise sagen). Vielmehr hat mich Ernest Hemingways Roman "In einem andern Land" auf die Idee gebracht. In dem Buch lässt Hemingway seine Erlebnisse als Sanitäter während des Ersten Weltkriegs einfließen. Seine Liebe zu einer jungen Krankenschwester hat mich, in gewisser Hinsicht, inspiriert zunächst ihren beruflichen Weg einzuschlagen, da mir der des Autors (noch) versperrt blieb. Ich musste jedoch feststellen, dass die Realität in der Pflege nicht mit dem Buch vereinbar ist und wechselte den Job, mehrmals. Als Redakteurin und Moderatorin bei einem regionalen Fernsehsender konnte ich mich nebenbei dem Schreiben widmen. Heute sage ich, dass mir diese Anstellung den Weg geebnet hat. Ich war endlich bereit meine Geschichten, mit der Öffentlichkeit zu teilen und Vollzeit zu schreiben. Manchmal muss man vieles ausprobieren, um zu begreifen, was man wirklich will, was einen glücklich macht. Dieser Weg ist oft steinig und von Rückschlägen gezeichnet, weswegen die wenigsten bereit sind ihn zu gehen. Aber wie sagte noch gleich Mark Twain?

In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast.